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Das Projekt „Proviva light“ ist im Jahr 2011 durch die Arbeitsgemeinschaft AAL/ Telemedizin und Medizintechnik ins Leben gerufen worden. Die Projektbeteiligten, Gira Giersiepen GmbH und Co. KG, Gesundheitsregion KölnBonn e.V., gewi-Institut für Gesundheitswirtschaft e.V., Nova Vita Residenz Bonn und dem CBT-Wohnhaus Upladin in Leverkusen haben sich zum Ziel gesetzt, bedarfsorientierte individuelle Lösungen für den Einsatz moderner Gebäudetechniken in Bestandwohnungen zu ermitteln, um die Sicherheit und die Selbständigkeit älterer Menschen im eigenen Zuhause zu erhöhen.                    

Zunächst war geplant im Betreuten Wohnen der NovaVita Residenz Bonn und des CBT-Wohnhauses Upladin in Leverkusen einzelne Wohnungen mit Assistenzsystemen der Firma GIRA auszustatten. Hierzu wurden die Wohnungen des CBT-Wohnhauses Upladin und der NovaVitaResidenz Bonn besichtigt, um die bauliche und technische Grundausstattung der Wohnungen zu erfassen und somit Abstimmungen darüber treffen zu können, welche technischen Anpassungen möglich sind. Da die NovaVitaResidenz Bonn bereits eine überdurchschnittliche technische Ausstattung der Wohnungen vorhält, wurde statt des Einbaus zusätzlicher Technik eine Nutzerbefragung durchgeführt. Hierzu wurden alle Bewohner des Service-Wohnens in der NovaVita Residenz mit einem Fragebogen angeschrieben. Der Bewohnerbeirat unterstützte beim Ausfüllen und bewarb die Aktion bei den Seniorinnen und Senioren. Ziel der Befragung war es, die Wahrnehmung und die Akzeptanz der Technik aus Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner zu ermitteln.
Die Auswertung der Befragung ergab, dass viele Bewohnerinnen und Bewohner der Meinung sind, dass die vorhandene Technik grundsätzlich einfach und intuitiv zu bedienen ist. Weiterhin haben viele der Befragten angegeben, dass sie sich grundsätzlich im Umgang mit der Technik sicher fühlen, aber dennoch Angst haben etwas falsch zu machen. Die Anforderungen, die die Bewohnerinnen und Bewohner an die Technik stellen, sind vor allem die leichte Bedienbarkeit und ein geringstmöglicher Einweisungsaufwand. Ebenso wichtig ist es, dass die Techniken altersbedingte Einschränkungen berücksichtigen und ansprechend designt sind.
Auf Grundlage dieser Auswertung wurden Bestandswohnungen im CBT-Wonhaus Upladin mit technischen Assistenzen wie beispielsweise Orientierungslicht, Rauchwarnmelder und Sicherheitsbeleuchtung ausgestattet. Der Einbau der Technik sollte zum einen eine Verbesserung der Sicherheitssituation und zum anderen eine Komfortsteigerung für die Bewohner erreichen. Im Mittelpunkt der Umsetzung und Installierung der GIRA -Artikel standen die individuelle Abfrage und die Bedürfnisse der Mieter. Als Fazit der Rückmeldungen der Bewohnerinnen und Bewohner wurde empfohlen, bei Neubauten oder Sanierungen darauf zu achten, die Installationen so zu verrichten, dass man diese mit niederschwelligen Assistenzbausteinen individuell auf die einzelnen Bedürfnisse der Mieter erweitern kann. Die Ergebnisse aus diesem Projekt werden letztendlich dazu genutzt, passgenaue Produkte zu entwickeln und einzusetzen, die der konkreten Bedarfssituation der Zielgruppe entsprechen. Außerdem fließen die Ergebnisse in die Ausbildung der Altenpflege der AGewiS- Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren, Gummersbach ein, in der sich die Auszubildenden in der Altenpflege mit möglichem Technikeinsatz bei Patienten beschäftigen.

 
       RauchwarnmelderSicherheitssteckdose     Orientierungslicht

Bildquelle: Gira Giersiepen GmbH & Co. KG

Den Ergebnisbericht der Bewohnerbefragung zum Techniknutzen sowie zum testweisen Einbau der Technik stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung.

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