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89 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich über das Thema Demenzmanagement im Quartier

Demenz ist ein Krankheitsbild von großer gesellschaftlicher Bedeu­tung. Zurzeit sind rund 1,6 Millionen Menschen in Deutschland an Demenz erkrankt. Aufgrund des demographischen Wandels nimmt die Anzahl älterer Menschen in der Gesellschaft stetig zu und mit zunehmendem Alter steigt auch die Häufigkeit demenzieller Erkrankungen stark an. So wird für das Jahr 2030 die Zahl der an Demenz Erkrankten auf bis zu 2,3 Millionen geschätzt und ein Anstieg auf bis zu 3,8 Millionen Betroffene wird bis zum Jahr 2060 für wahrscheinlich gehalten. Damit diese gesellschaftliche Entwicklung bewältigt werden kann, kommen auf die verschiedenen Akteurinnen und Akteure der Gesundheitswirtschaft neue Verpflichtungen zu, das Demenzmanagement im Quartier auszubauen und weiterzuentwickeln.      

Gemeinsam eröffneten Anja Sophia Middendorf vom Landeszentrum Gesundheit und Prof. Dr. Wolfgang Goetzke von der Gesundheitsregion Köln/Bonn e.V. das 1. Symposium Leitmarkt Gesundheit zu „Demenzmanagement im Quartier“ im President Hotel in Bonn. Nach den Einführungsvorträgen von Dr. Michael Massow und Tassilo Mesenhöller diskutierten im nachfolgenden Talk Regina Schmidt-Zadel (Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW e.V.), Christel Schneider (Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen LV Nordrhein-Westfalen e.V.) sowie Prof. Dr. Andreas Jacobs (Fachabteilung Geriatrie, Johanniter Krankenhaus, Bonn) über „Herausforderungen erkennen und Potenziale nutzen – Wie können Quartiere ein gutes Zuhause bieten?“

 

Drei Fachforen sowie eine anschließende Podiumsdiskussion rundeten die Veranstaltung ab:

Forum 1: Wohnformen für Menschen im Quartier

„Umsetzung bedarfsgerechter Pflege- und Wohnkonzepte in gute Architektur“
Gudrun Kaiser, WIA - Wohnqualität im Alter, Aachen

„Unabhängige Interessengemeinschaft für das Leben und Wohnen in pflegerisch betreuten Wohngemeinschaften“
Claudius Hasenau, Wohnen in Gemeinschaft NRW e.V., Gelsenkirchen

"Beratung über Unterstützungsmöglichkeiten als Ergänzung zur Finanzierung von baulichen Maßnahmen über die Pflegekassen, Beratung über die öffentliche Wohnraumförderung in Bezug auf Demenzversorgung“
Stephan Kunz & Martina Lüdeke, NRW.BANK, Düsseldorf

„Zukunftssicheres Wohnen und Leben in vitalen Städten und Regionen“
Roswitha Sinz, Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V., Düsseldorf

Organisation und Moderation: Hermann Josef Thiel, Terranus Consulting GmbH, Köln

Forum 2: Medizinische und pflegerische Versorgung von Menschen mit Demenz

„Zukünftige Demenzversorgung unter der Betrachtung der Verbesserung der hausärztlichen und stationären Versorgung von Menschen mit Demenz“
Dr. Klaus Fließbach, Klinisches Behandlungs- und Forschungszentrum für neurodegenerative Erkrankungen (KBFZ), Universitätsklinikum Bonn

„Vernetzung im Quartier zwischen den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren für die Versorgung des Demenzerkrankten“
Birgit Leuderalbert, Caritas Pflege & Gesundheit, Ahaus

Organisation und Moderation: Dr. Wolfgang Schmidt-Barzynski, Geriatrische Klinik, Klinikum Bielefeld

Forum 3: Entlastung (ver-) sorgender bzw. pflegender Angehöriger von Menschen von Demenz

„Ressourcen und Dienstleistungen für die Entlastung Angehöriger“
Heike Georg, SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH

„Erfahrungen aus dem Netzwerk pflegend Beschäftigte“
Petra Sieben, Beratungszentrum der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH

„Bedeutung von Vollmacht & Betreuung sowie Patientenverfügungen“
Frederic Seebohm, Rechtsanwalt, VorsorgeAnwalt, Institut Management und Pflege IMP, Bonn

„Möglichkeiten zur Etablierung von Entlastungsmöglichkeiten und Unterstützungsangeboten der Versicherten“
Marno Dördelmann, AOK Rheinland/Hamburg, Essen

Organisation und Moderation: Christiane Schneider, Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.

Podiumsdiskussion: Wie lassen sich Quartierskonzepte im Demenzmanagement zukünftig realisieren und nachhaltig etablieren?

Diskutierende:

Wolfgang Wessels, Demenz-Servicezentrum Ruhr, Bochum

Gunnar Peeters, Landesverbände der Pflegekassen, Verband der Ersatzkassen e.V., Düsseldorf

Dr. Martin Theisohn, Landesseniorenvertretung NRW e.V., Münster

Hermann Josef Thiel, Terranus Consulting GmbH, Köln

Dr. Wolfgang Schmidt-Barzynski, Geriatrische Klinik, Klinikum Bielefeld

Christiane Schneider, Alzheimer Gesellschaft Bonn e.V.

Organisation und Moderation: Ursula Kriesten, Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren (AGewiS), Oberbergischer Kreis, Gummersbach

Zum Hintergrund:

Das Symposium ist Bestandteil des vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA.NRW) geförderten Gemeinschaftsvorhabens der Gesundheitswirtschaftsregionen des Landes zum Aufbau von Verbundstrukturen für den LEITMARKT.GESUNDHEIT.NRW. Das Vorhaben wird unterstützt vom Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG.NRW).

Das Tagungsband der Veranstaltung, welches freigegebene Präsentationen der Referierenden beinhaltet, können Sie hier downloaden.

 

      

 


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