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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierte in enger Abstimmung mit der Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft den Wettbewerb „Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen“.
Durch den Wettbewerb sollen Regionen dabei unterstützt werden, in ihren Forschung- und Entwicklungsprojekten vernetzte Lösungsansätze zur Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen im Gesundheits-und Versorgungsbereich zu erarbeiten. Zudem solle das Zusammenwirken der maßgeblichen Akteure und Träger regional optimiert werden, um so entwickelte innovative Lösungen auch auf andere Regionen in Deutschland übertragen zu können.
BMBF

Die Gesundheitsregion KölnBonn hatte fristgerecht zum 15. Januar 2013 die Antragsskizze "Aktives und gesundes Altern im Rheinland" eingereicht und wurde im April 2013 als eine der zwölf teilnehmenden Regionen ausgewählt, in der 2. Wettbewerbsphase unter Förderung ihre Konzeptidee detailliert auszuarbeiten. Das gewi-Institut für Gesundheitswirtschaft übernahm hierbei die inhaltliche Ausgestaltung eines der fünf Arbeitspakete, mit der Sicherstellung der Nachhaltigkeit des Gesamtvorhabens durch Begleitung und Evaluation der Vorhaben sowie der Erstellung eines Methodenkoffers zur Übertragung der erarbeiteten Ansätze in andere Regionen. Die Projektgemeinschaft reichte die finale Antragsskizze am 30. August 2013 ein. Am 8. Oktober 2013 fand zudem eine Projektpräsentation vor der Jury in Berlin statt.

Leider zählte der Projektantrag „Aktives und gesundes Altern im Rheinland“ nicht zu den letzten 5, die letztendlich Ihre Vorhaben umsetzen können. Die Projektgemeinschaft wird sich erneut treffen, um alternative Möglichkeiten zur Umsetzung zu erschließen und die erarbeiteten Ansätze weiter zu verfolgen.

Die „Regionale Qualifizierungsinitiative zur Bewältigung des Fachkräftemangels in der Betreuung älterer Menschen“ startete im Jahr 2011 und konnte in 2013 erfolgreich abgeschlossen werden. Die durch das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW geförderte Qualifizierungsinitiative führte das gewi-Institut für Gesundheitswirtschaft im Auftrag der Gesundheitsregion KölnBonn e.V. durch.
Ein wesentliches Ziel des Projektes war es, Ansätze für eine quantitative und qualitative Sicherung der notwendigen (insbesondere) personellen Ressourcen für die Betreuung älterer Menschen in der Region zu entwickeln. Alternative Wege in der Betreuung älterer Menschen sollten erschlossen und durch die Entwicklung von Qualifizierungen der Zuwachs an Fachkräftebedarf möglichst begrenzt werden.
Dieses Ziel wurde insbesondere durch folgende Aktivitäten verfolgt:

  • Expertenworkshops
  • Unterstützung der Handwerkskammer Köln bei der Entwicklung eines Curriculums zum Thema „Handwerk in der älter werdenden Gesellschaft“
  • Zukunftswerkstätten zum Thema „Technik trifft Pflege„
  • Entwicklung eines Umsetzungskonzeptes zur Einstiegsqualifizierung in der Altenpflege
  • Aufbau eines virtuellen Gesundheitscampus auf der Homepage der Gesundheitsregion KölnBonn
  • Fachtagung zur Akademisierung der Pflegeberufe
  • Experteninterviews

Die Rehacare ist eine internationale Fachmesse rund um die Themen Rehabilitation, Pflege und Älterwerden. Die am 10. Oktober 2012 durch Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW eröffnete Messe, endete nach vier Tagen mit einer Gesamtbesucherzahl von 51.000 Personen. Neben der Ausstellung von Hilfsmitteln und neuester Technik aus Wissenschaft und Forschung, durch 851 Aussteller aus 32 Ländern, fand am 10. und 11. Oktober ein begleitender Kongress zum Thema „Selbstbestimmtes Wohnen und Pflegen zu Hause“ statt. Das gewi-Institut für Gesundheitswirtschaft beteiligte sich an dem Kongress mit einem Beitrag über „Wohn- und Lebensqualität durch Technik“.

Akademisierung Pflegeberufe

Die Anforderungen rund um die Gesundheit und Versorgung werden immer komplexer und stellen die Gesundheitswirtschaft vor große Herausforderungen. Mit begrenzten finanziellen Ressourcen gilt es, bei einem verstärkten Konkurrenzkampf um qualifiziertes Personal, die medizinische, therapeutische und pflegerische Versorgungsqualität weiterzuentwickeln. Der demografische Wandel verstärkt zusätzlich die Notwendigkeit der Professionalisierung und Spezialisierung der Gesundheits- und Pflegeberufe.

Die Handwerkskammer zu Köln wurde im Jahr 2011 ausgewählt, ein Curriculum zu dem Thema „Handwerk in der älter werdenden Gesellschaft“ zu entwickeln. Das durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Projekt fand zum 31. Dezember 2012 mit aktiver Beteiligung des gewi-Institut für Gesundheitswirtschaft und der Gesundheitsregion KölnBonn in der Gestaltung der Modulinhalte seinen Abschluss. Das zweistufige Curriculum für die Qualifizierung zum Fachberater und zur Fachkraft für barrierefreies Bauen und Wohnen, stellt einen Bezugs- und Orientierungsrahmen für Ausbildungszentren im Handwerk sowie Lehrkräfte und Dozent/innen in Weiterbildungseinrichtungen dar.
Die Barrieren, die im Wohnungsbestand, im Wohnumfeld und in öffentlichen Einrichtungen aufzufinden sind, fordern einen Wandel im Wohnungsmarkt. Es ist unabdingbar, qualifizierte Fachkräfte im Handwerk einzusetzen, um so die Mobilität der älter werdenden Gesellschaft zu gewährleisten. Das entwickelte Lehrprogramm stellt somit nicht nur eine Qualifizierung der Teilnehmer, sondern auch eine ökonomische Chance für die Entwicklung des Handwerks dar. Das Weiterbildungskonzept richtet sich an alle Berufsgruppen, die mit Menschen in Kontakt treten, die älter oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Dies können Handwerker, Elektroniker aber auch Pfleger und Sozialarbeiter sein. Der interdisziplinäre Dialog unter den Teilnehmern regt somit zusätzlich einen Erfahrungsaustausch an.

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