Abgeschlossene Projekte

SHAPES war ein ehrgeiziges Unterfangen, das Interessengruppen aus ganz Europa zusammenführte, um eine EU-standardisierte offene Plattform zu schaffen, die ein breites Spektrum von Lösungen – einschließlich technologischer, organisatorischer, klinischer, bildungspolitischer und gesellschaftlicher Lösungen – umfasste und integrierte. Ziel war es, der alternden Bevölkerung in Europa zu ermöglichen, gesund, aktiv und produktiv zu bleiben sowie eine hohe Lebensqualität und ein gutes Wohlbefinden so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Langfristig sollten auch die Kosten für die Gesundheits- und Sozialfürsorge sowie die Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten und institutioneller Pflege gesenkt werden, indem man sich auf das häusliche und lokale Umfeld stützte, das durch Technologie und andere Ressourcen vermittelt und erleichtert wurde, sowie auf die umfassende Vernetzung von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen mit dem häuslichen Umfeld. 

Das gewi-Institut für Gesundheitswirtschaft e.V. pilotierte im Projekt sowohl den Einsatz von Maßnahmen als auch die Rolle als Task Leader für die Analyse der notwendigen sozialen und strukturellen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Inmarktbringung der entwickelten Innovationen. Dabei wurde die Gesundheitsregion Köln/Bonn als EIP on AHA (European Innovation Partnership on Active and Healthy Ageing) Referenzstandort besonders hervorgehoben. 

Förderprogramm: Horizont 2020 (H2020-SC1-FA-DTS-2018-2020, grant agreement No 857159) 

Ziel des durch EFRE-Mittel geförderten Projekts INGE (digitale INtegrierte GEsundheits- und Pflegeversorgung mit IT-gestütztem Pflegeberatungsbesuch nach §37.3 SGB XI) war es, die sektorübergreifende Begleitung für Pflegebedürftige, die zu Hause von Angehörigen gepflegt wurden, zu verbessern und die häusliche Pflegesituation effektiver zu unterstützen. Für diese Gruppe Pflegebedürftiger gab es zuvor kein Instrument zur kontinuierlichen Pflegeplanung, und die sektorübergreifende Weitergabe von Informationen über den pflegerischen Zustand war nahezu unmöglich, da diese nur partiell und meist in Printform an verschiedensten Stellen erfasst waren. Deshalb sollte in INGE eine Serviceplattform entstehen, mit dem Ziel, den geriatrischen Informationsfluss zwischen mitversorgenden Kernakteur*innen zu ermöglichen und Informationen über die häusliche Pflegesituation bereitzustellen. 

Das gewi-Institut für Gesundheitswirtschaft e.V. war Konsortialführer. Konsortialpartner waren die smart-Q GmbH, der Hauspflegeverein Solingen e.V., die Universität zu Köln sowie die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. / Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT. 

Das Vorhaben wird mit Mitteln des Landes NRW und der EU im Rahmen des OP EFRE NRW 2014-2020 gefördert (Leitmarktwettbewerb Gesundheit.NRW). 

Das Innovationsnetzwerk widmete sich im Austausch von Akteur*innen verschiedener Fachgebiete den Lebensbedürfnissen und Lebensbedingungen der alternden Bevölkerung. Es führte die im Rheinland vorhandenen besonderen Kompetenzen zum Thema „Gesundes Altern“ zu transdisziplinärer Arbeit zusammen. Der Fokus lag auf der Einbeziehung aller relevanter Akteure aus Wissenschaft, Praxis und Politik sowie Bürger*innen auf Augenhöhe durch Nutzung innovativer Formate (Transdisziplinarität). Hierzu wurde u.a. eine Stakeholderanalyse im Themenfeld „Gesund älter werden“ durchgeführt. 

Das gewi-Institut für Gesundheitswirtschaft e.V. unterstützte das Projekt „DUALIS“ des Hauspflegeverein Solingen e.V.  

Das gewi-Institut unterstützte das Projekt insbesondere durch die Erstellung eines Betreuungskonzeptes für die Betreuungsgruppen sowie durch die Mitkonzeption eines Qualifizierungskonzeptes für die Freiwilligenhelfer. 

Befragung zum Kenntnisstand und zu Einstellungen von Ärzten und Apothekern in Deutschland zum Thema „Kaffee und Gesundheit“ (2008, 2009, 2010, 2013 und 2017)